Wenn Motorenlärm und Seeidylle zusammenfinden

Es gibt Tage in Steckborn, da klingt der Sommer anders als sonst. Nicht nach dem sanften Plätschern des Untersees oder dem Lachen von der Terrasse, sondern nach etwas Kraftvollerem: nach aufheulenden Motoren, die sich die Strasse hinaufkämpfen, nach dem kurzen Moment der Stille, bevor der nächste Fahrer startet, nach dem Applaus, der über die Dächer hallt.
Am 22. und 23. August wird aus unserem beschaulichen Städtchen für zwei Tage ein Ort des Aufbruchs. Das Memorial Bergrennen kehrt zurück, und mit ihm eine Energie, die man sonst selten in Steckborn spürt. Menschen strömen aus der ganzen Region herbei, Motorenlärm mischt sich mit Vorfreude, und plötzlich ist da dieses Kribbeln, das sonst eher den grossen Städten vorbehalten scheint.
Für uns bei MERITUS ist das ein besonderer Anlass. Nicht, weil wir selbst am Steuer sitzen würden – auch wenn man sich das bei manch einem unserer Bewohner durchaus vorstellen könnte, mit einem Augenzwinkern in den Augen und der Erinnerung an schnellere Jahre. Sondern weil solche Tage zeigen, wie lebendig unser Zuhause sein kann, wenn man die Türen weit öffnet.
Ein Städtchen im Ausnahmezustand
An beiden Tagen verwandelt sich der Steinerker in eine kleine Gastwirtschaft mit Blick auf das Geschehen. Von neun bis zwanzig Uhr sind die Türen offen, es gibt etwas zu essen, ein kühles Getränk, einen Platz in der Sonne oder im Schatten – ganz wie es beliebt. Man setzt sich dazu, schaut den vorbeiziehenden Fahrzeugen nach, hört das ferne Dröhnen der Motoren und kommt ins Gespräch mit Menschen, die man vielleicht noch nie getroffen hat.

Es ist genau diese Mischung, die das Bergrennen für uns so besonders macht: die Aufregung des Wettkampfs draussen auf der Strasse, und drinnen die Ruhe eines Ortes, an dem man einfach sein darf, wie man ist. Wer den Trubel geniessen möchte, kann mitten hineintauchen. Wer lieber am Rand sitzt und beobachtet, findet bei uns genauso seinen Platz.
Es erinnert ein wenig an das, was den ganzen Sommer bei MERITUS ausmacht. Der eine zieht am Morgen seine Bahnen im Pool, der andere geniesst lieber einen ruhigen Spaziergang, bevor die Hitze kommt. Wieder andere sitzen einfach da, mit einem Kaffee in der Hand, und lassen den Tag an sich vorbeiziehen. Niemand muss etwas. Jeder darf das tun, was ihm in diesem Moment guttut – ob es nun um Motorenlärm geht oder um die Stille eines Sommernachmittags.
Zehn Jahre, die man spürt
Dass wir in diesem Sommer besonders viel Grund zum Feiern haben, liegt auch an einem anderen Datum: Vor zehn Jahren wurden die Liegenschaften an der Seestrasse fertiggestellt, aus denen seither ein Zuhause für so viele Menschen geworden ist. Zehn Jahre voller Begegnungen, kleiner Geschichten, gemeinsamer Nachmittage auf der Terrasse und genau solcher Tage wie dem Bergrennen, an denen sich das ganze Städtchen zusammenfindet.

Wir werden dieses Jubiläum mit einem Grossteil unserer Bewohnerinnen und Bewohner an einem kühleren Ort feiern, in den Bergen, fernab der Augusthitze am See. Vielleicht passend, dass gerade dann, wenn wir Steckborn für ein paar Tage verlassen, die Motoren des Bergrennens den Ort in Beschlag nehmen – als würde die Stadt selbst weiterleben, auch wenn wir kurz woanders sind.
Und wenn wir zurückkehren, wird der Steinerker wieder das sein, was er das ganze Jahr über ist: ein Ort, an dem Ruhe und Leben nebeneinander Platz haben. An dem man an einem Augusttag den Motoren zuhören kann, ohne selbst ins Rennen einsteigen zu müssen. An dem Gemeinschaft entsteht, ohne dass jemand dazu gedrängt wird. An dem, ganz gleich ob laut oder leise, jeder Tag etwas von dem bereithält, was guttut.

